Erneuter Wechsel der Sozialarbeiter in den Einrichtungen

In den Einrichtungen in Münster SüdOst wird es einen kompletten Wechsel der Sozialarbeiter der Stadt geben:
Sowohl Frau Hellmann als auch Frau Schuller und Herr Schnarr werden in den nächsten Tagen und Wochen eine andere Aufgabe übernehmen:
Der „Tönskamp“ und die „Heidestrasse“ werden ab dem 09.07.2018 von Herrn Matthias Wemer, die „Nieberdingstrasse“ von Frau Alica übernommen

Der häufige Wechsel der städtischen Sozialarbeiter liegt in Stellenwechseln, Eltern- und Krankzeiten und befristeten Stellen begründet und wird auch von der Stadt als ungünstig, aber unvermeidbar bezeichnet. Vier neue Stellen seien ausgeschrieben. Man wünsche sich ebenfalls mehr Konstanz und Kontinuität, es seien aber keine seriösen Voraussagen möglich. Die Orientierung in die Stadtteile sei auch ein Anliegen, es würde eine neue Stelle geschaffen, die dafür auf Stadtebene zuständig sei. Die Stadt sei sehr an einer guten Zusammenarbeit mit der Flüchtlingshilfe interessiert und möchte auch die ehrenamtliche Arbeit fördern und unterstützen, sieht hierin aber auch deutliche Grenzen.

Wir sind über den erneuten und somit auch im letzten halben Jahr 3. Wechsel sehr ungehalten und haben dies der Stadt gegenüber auch sehr deutlich gemacht. Dies zum einen schriftlich als auch in einem persönlichen Gespräch im Koordinationsteam am vergangenen Mittwoch mit Herrn Schulze auf´m Hofe (Sozialamt der Stadt Münster) sowie den scheidenden und den neu in den Flüchtlingsunterkünften eingesetzten Sozialarbeitern der Stadt.

Seit dem Wechsel der Trägerschaft von Caritas zur Stadt ist aktuell keine Kontinuität in der hauptamtlichen Mitarbeit mehr vorhanden. Sowohl für die Ehrenamtlichen aber vor allem für die geflüchteten Menschen ist die Beziehungsgestaltung und Zusammenarbeit sehr schwierig, wenn die jeweiligen Mitarbeiter, die sehr engagiert, aber nur kurz im Einsatz sind. Auch die bisherigen Sprechzeiten sind sehr reduziert und die Erreichbarkeit manchmal schwierig sei und zu wenig Präsenz am Standort vorhanden sei.

Für die Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe ist der häufige Wechsel schwierig. Im Stadtteil selbst ist die Mehrarbeit und Belastung der ehrenamtlichen Tätigkeiten und der Beratungsstellen anderer Träger deutlich spürbar. Projektarbeit wird momentan ohne städtische Mitarbeit geleistet.
Wir prüfen aktuell im Koordinationsteam, wie wir das, was hier deutlich wird (Kritik, Belastungen, Forderungen und Wünsche) an politische Entscheidungsträger zurück spiegeln können.